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Die Ehe ist die schönste Brücke zwischen zwei Menschen. Doch wie besiegeln Liebende ihr Glück in anderen Ländern?

Bevor die Hochzeitsglocken läuten können, ergreift meistens der Herr die Initiative und hält um die Hand der Angebeteten an. In Mexico ist es Brauch, der Liebsten vor der Haustür ein Ständchen zu bringen. Schaltet sie währenddessen das Licht an oder geht ans Fenster, ist sie dem Verehrer wohlgesonnen. Kommt es dann zum Junggesellinnenabschied, sprechen in Brasilien nackte Tatsachen. Zu rauen Mengen Alkohol bringt jede Frau der zukünftigen Braut ein Geschenk mit. Errät sie den Inhalt des Päckchens, darf sie es behalten. Liegt sie allerdings dreimal falsch, muss sie für jedes nicht erratende Geschenk ein Kleidungsstück ausziehen und einen Schluck trinken.
Oft endet diese Feier mit einer hüllenlosen Braut. Rückt der Tag der Vermählung näher, wird in Bulgarien zunächst die angehende Ehefrau auf Hochglanz gebracht. „Strahlend rein“ soll sie sein und kommt dafür ordentlich ins Schwitzen. Denn vor der Hochzeit muss die Braut in einen Badezuber, geheizt mit glühenden Kohlen steigen.

Andere Prinzipien verfolgt das Volk der Massai in Kenia während der Hochzeitszeremonie. Nachdem der Vater der Braut seinen Segen gegeben hat, in dem er ihr Milch auf Kopf und Brust spuckte, kommt die Härteprüfung für die Heiratende. Weibliche Verwandte des Bräutigams beleidigen die Braut und schmieren ihr sogar Kuhdung auf den Kopf. Der Umgang mit den Erniedrigungen soll zeigen, wie sie die Herausforderungen einer Ehe meistern wird.

Vielmehr ein Verwöhnprogramm darf die Zukünftige bei den Suaheli genießen. Nach einer Kokosölmassage wird sie mit Sandelholzextrakten parfümiert und von einer älteren Frau des Stammes in die Kunst der ehelichen Pflichten eingeführt. Es soll vorkommen, dass sich die besorgte Dame für den Fall aller Fälle während der ersten gemeinsamen Nacht unter dem Bett des Paares versteckt. Auch in Nigeria kann es passieren, dass das Bett der Liebenden ihnen nicht allein gehört. Die Cousins der Wodaabe fühlen sich nämlich so eng verbunden, dass die Wahl manchmal auf das gleiche Mädchen fallen kann. Mit Zustimmung der Braut ist der Verschmähte sogar im Bett der Eheleute willkommen.

Bild: gemeinsam / ChrissyNo jugendfotos.de



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