Send ein Zeichen
• AKTIVsein •
15757 Halbe. Ein kleines gemütliches Dorf im Süden von Berlin. Eigentlich könnte hier alles so idyllisch sein – wären da nicht ständige Nazi-Demos rund um Europas größten Soldatenfriedhof.
Bereits zum dritten Mal findet am 13.September ‘08 das Open Air Festival SEND A SIGN statt. Unter dem Motto „Halbe bleibt bunt!“ nutzen junge Bands ab 14:00Uhr die Möglichkeit aktiv ein Zeichen zu setzen für Toleranz und Vielfalt, nicht nur in Halbe, sondern überall!
Als Veranstalter bietet das „Aktionsbündnis gegen Heldengedenken und Naziaufmärsche in Halbe“ auf dem Open Air weit mehr als schnödes Musikhören! Sprayerworkshops laden zum ganz legalen Ausleben kreativer Ideen ein, Volleyball- oder Streetfußballturnier fordern die Sportlichen unter euch und für die Motivation sorgen Cheerleader und Tänzerinnen. Später erleuchtet im Mondschein eine atemberaubende Feuershow die Festwiese!
Bereits vorweg ein Interview mit SAMAVAYO:
die euch nicht kennen: Wie würdet ihr euch und die Musik die ihr macht
beschreiben?
Samavayo macht Fuel. Fuel beschreibt dabei den Musikstil, mit dem wir in
Berlin aufgewachsen sind, eine Mischung aus Rock, Dub, Electro, Metal und Pop. Ein Konzert von Samavayo ist immer anders, aber immer tanzbar und schweißtreibend. Wenn du Lust auf Party hast, solltest du dir das nicht entgehenlassen!
Generell sind wir ganzjährig unterwegs, die kommenden Konzerte finden in
Bezau (Österreich, 09.09.), Hildesheim (12.09.), Halbe (13.09.), Oldtimergala auf Schloss Liebenberg (14.09.), Rostock (15.09.) und Hamburg(19.09.) statt. Weitere Konzertdaten findest du immer auf www.samavayo.com ein Besuch lohnt sich, auch im Forum gibt es aktuelle Konzertbilder oder Informationen, Gewinnaktionen etc.
Die Deutsche Vergangenheit sollte in Erinnerung bleiben und es ist eigentlich ein Unding, dass rechte Politik in unserer modernen, aufgeklärten Zeit überhaupt noch stattfindet. Generell ist Samavayo unpolitisch – was die Musik anbelangt. Selbstverständlich hat jeder von uns eine politische Meinung. In Halbe geht es einfach auch um Menschlichkeit und Spaß am Leben. Rechte Politik oder rechte Weltanschauung hat wenig mit Menschlichkeit und Spaß, noch mit Leben zu tun.
Lust hat zu feiern, aus sich heraus zu kommen, das Leben zu
genießen, zu tanzen, abzugehen, Spaß zu haben. Wir wollen eine Party feiern und ordentlich laute Musik verbreiten.
Eine sauberes Rockkonzert mit Schweiß und Sex und Mitsingen und Tanzen, alles wird hier nicht verraten, man sollte schon vorbei kommen wenn man mitreden will…
Die White EP zeigt eher unsere helle Seite, es sind poppigere Lieder drauf,
die auch im Radio gespielt werden. Die Black EP zeigt eher die dunkle Seite der Macht, die Songs sind länger und härter. Nur wer beide EPs besitzt, kennt das vollständige Gesicht von Samavayo.
Wir sind gerade im Studio in Stuttgart bei Marcus Birkle (Gitarrist von den
Fantastischen Vier) um Gitarren und Gesang für das kommende Album aufzunehmen. Zwischendrin sind wir wieder auf Tour um schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf den Sound des neuen Album zu geben. Auch sonst wird viel geplant und immer wieder spontan passieren Dinge, einfach auf unserer
Internetseite regelmäßig einen Besuch abstatten oder sich in unseren Newsletter eintragen.
Seid friedlich, habt Respekt voreinander, achtet auf Mutter Natur und kommt zu unseren Konzerten.
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Filed under: freiwild | 4 Comments
Tags: Festival, Gesellschaft, Halbe, Interview, Kultur, Musik, Samavayo, Send a Sign, Spaß


Name: Sophia Wilk


Hey!
Tolles Interview! Ich freu mich schon wahnsinnig auf SAMAVAYO – die klingen echt symphatisch!
Vielen Dank, LL
Es ist ja nun mal leider so, dass diese Republik mit Orten wie Halbe nicht umgehen kann. Es wurden da ja nicht nur Soldaten getötet sondern auch jede Menge Zivilisten, also Frauen, Kinder, alte Leute. Pah, dann machen wir eben ein Rockkonzert auf ihren Gräbern. Selber schuld, die Frauen, Kinder und Greise. Nicht?
@ olaf61: Kannst du deine Intention nicht deutlicher Formulieren? Warum sprichst du dich gegen junge Menschen aus, die mit fröhlichen Veranstaltungen für demokratisches Handeln, Toleranz und Vielfalt werben?!
PS: Das Festival fand abseits des Ortes auf einem Industriegebiet statt. Einen kritischen Umgang finde ich allemal besser, als einseitige Huldigung von Soldaten.