Heimat
• WIRsein •
Ich werde dir heute eine Geschichte erzählen. Sie wird dich erschrecken, vielleicht sogar berühren. Könntest du der Protagonist sein?
Einst lebten die Menschen, jene und deren Nachkömmlinge du kennenlernen wirst, hinter einem eisernen Vorhang. So undurchdringlich war der kalte Wall, dass viele ihr Leben ließen, bei dem Versuch der grauen Scheinwelt zu entkommen. Doch die Zeiten änderten sich. Herrscher fielen und neue kamen.
Die aus den Fugen geratene Welt setzte sich wieder zusammen. Doch der Kit war bröckelig, die Probleme reihten sich wie Stunde an Stunde einander in eine lange Schlange.
Meine Geschichte wird dir von den Menschen erzählen, die im Rhythmus der politischen Veränderung schwingen; sie erzählt von denen, die uns nahe stehen, von Liebe und Gewalt, Schönheit und Abstraktion.
Es gibt Dinge, dir wir nur schwer verstehen können. Doch lass dir zunächst eine Stadt vorstellen. Ein wirklich schöner Kurort, der Ruf eilt weit voraus.
Sagt dir Templin etwas?
Ah, wie ich sehe, hatte ich recht.
Du scheinst die Stadt zu kennen.
Mich verbindet vieles mit dem Ort. Liebe, so kann man das nennen.
Doch etwas trübt das Bild. Die Stille der Ahnungslosigkeit liegt über der Stadt.
Die Nase ist gebrochen, im Krankenhaus liegt ein Mann im Koma.
Mord. MORD. Schreit der Wissende. Mord zerreißt das Idyll.
Langsam kriecht das Erwachen in die schlafende Stadt. Interesse regt sich, Entsetzen im Angesicht der Tat.
Auf der Straße laufen sie – unscheinbar, vielleicht würdest du sie gar nicht erkennen?
Runen zieren Pullover, THOR STEINAR prangt auf der geschwollenen Brust.
Doch unterscheidet sie etwas, lässt den gleichgültigen Blick unwirklich erscheinen. Sind es die unzähligen Gewalttaten, die unterschwellige Brutalität oder einfach nur die Masse derer?
-
Dort, schau ihn dir an. N.A.Z.I. steht auf seinem Shirt.
… Wie bitte? Er hat deinen Freund ins Koma geschlagen? …
Lass uns gehen. Mir ist unwohl.
Filed under: freithema | 4 Comments
Tags: Brandenburg, Eigenarten, Gedanken, Gesellschaft, Gewalt, Heimat, Mord, Neonazi, Rechtsextremismus, Templin, Zeitgeschehen


Name: Sophia Wilk


Das ist sie die, Perle der Uckermark. Gewalt und Kriminalität regieren sie, doch niemand sieht es, die Politik macht ihre Sache gut, alles wird verschleiert, mit der Hoffnung, dass nichts unseren tollen RUF als Kurort zerstört. Doch was ist das, ein MORD, Menschen die darüber reden, Aufruhr, denkt doch an unseren RUF, wir haben doch hier keine Probleme in unserer SCHÖNEN Stadt. Doch was ist das, die Bürger werden aufmerksam auf die Probleme unserer Stadt. Ein MORD hat sie geweckt oder war es der Druck der großen Öffentlichkeit auf unsere kleinen Stadtgeister die doch über alles so schön hinweg gucken können und immer schön das Bild bewahren müssen. Doch es wird nicht besser, noch lastet der Druck der Medien auf den Seelen unserer Stadt. Doch was ist, wenn dieser Druck weg ist? Dann hat wieder niemand was gesehen oder gehört und jeder denkt wieder nur an den RUF unserer schönen SAUBEREN Stadt.
Warum müssen immer erst Menschen sterben bis etwas passiert???
Doch das wird sich wohl leider nie ändern, das ist das Los unserer FEINEN Gesellschaft, immer nach dem Motto:
NICHTS HÖREN,
NICHTS SEHEN,
NICHTS SAGEN!!!
Ignoranz ist Toleranz. Das Rechtsgesinnte in Templin ihr Unwesen treiben, ist mehr als Offensichtlich. Allein die Zahlen der Opferperspektive sprechen für sich.
Tatsächlich. Gänsehaut. Erschreckend, weil: so wahr.
So lange die Politik wegschaut, sehe ich keine Grund, warum ich aufhören sollte, unserem Bürgermeister auf die Füße zu treten.
Ich habe heute erst wieder eine Gruppenstunde zum Thema für Jugendliche gegeben. Wenigstens die haben noch Interesse. Warum wohl? Weil es die betritt …