• MENSCHsein

Mittelalterliche Klänge durchziehen die Gänge des Paul-Gerhardt-Gymnasiums. Fremdartige Instrumente begleiten die gesprochenen Texte längst vergangener Epochen. Der Minnegesang war Vortragskunst. Höfische Ideale verbinden sich mit Bildung und ritterliche Tugenden.
In Zusammenhang mit der behandelten Literaturepoche „Romantik“ fand in der letzten Woche eine Aufführung der besonderen Art in der Aula der Schule statt.

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Hans Hegner und Cosima Hoffmann vermitteln mit ihren Vorträgen über höfische Ausdruckskunst mehr als nur historische Lerninhalte. Der studierte Germanist und die angehende Informatikerin haben ihre Liebe zur deutschen Sprache und mittelalterlichen Musik eine Bühne gegeben und treten seit 2006 gemeinsam vor Schülerinnen und Schüler, vornehmlich aus der Oberstufe auf. Aber auch auf Hochzeiten und in Museen spielen die beiden vor.

In traditionellen Kostümen, die zum Teil unter großem Aufwand auf Grundlage historischen Zeichnungen gefertigt wurden, taucht das Duo mit stetig wechselndem Programm in die geheimnisvolle Welt der edlen Damen und tapferen Herren. Speziell nachempfundene Instrumente, wie Drehleier und die Blasinstrumente Schalmei und Krummhorn, Dudelsack und Einhandflöte begleiten die in verteilten Rollen gesprochenen Texte. Erlernt haben sie die exotischen Instrumente hauptsächlich auf Wochenendlehrgängen. Mittlerweile leitet Hans Hegner selbst Kurse für Drehleier, Ensemblespiel und mittelhochdeutsche Literatur.

Mehr Informationen gibt es hier:

Hans Hegner und Cosima Hoffman



5 Responses to “Ritterlicher Minnegesang betört holdes Burgfräulein”  

  1. Okay, ich gebe jetzt nicht zu, dass ich gerade minutenlang mit einem Mega-Fragezeichen auf der Stirn den letzten Satz der Einleitung angeglotzt habe… dann fiel der Silberling und machte der Vorstellung Platz, dass sich die im Literaturunterricht weniger aufmerksamen Schüler von nun an wahrscheinlich Chateaubriand in Beinlingen und Schnabelstiefeln vorstellen, und Madame de Stael als Bänkelsängerin mit Met-Krug in der Hand!

  2. 2 olaf61

    Alles zu seiner Zeit. Liest sich aber interessant. Hat es sich wenigstens gut angehört?

  3. Ja sehr =) – aber ich bin auch ein Fan von dieser Musik. Die Geschmäcker sind verschieden und nicht jeder mochte den eigenartigen Klang der Instrumente …

  4. 4 olaf61

    Ich hab mal einen Minnen im Fernsehen gesehen. Das war sehr gewöhnungsbedürftig. Aus der Ritterzeit, so mir bekannt ist, sind gar keine Noten überliefert vom Minnegesang. Wer weiss, was die Leute da improvisieren. :)

  5. Das haben die uns auch gesagt – die beiden meinten, dass Improvisieren mache es so interessant und keiner könne überprüfen, ob das Gespielte nun der Norm entspreche ;)


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