Ein Restaurant nur für Kinder
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Nach Schätzungen des Deutschen Kinderschutzbundes leben gerade in Ballungszentren etwa 2,5 Millionen Kinder auf Sozialhilfeniveau.
Mit weniger als 50 Prozent des durchschnittlichen Einkommens müssen sie in ihren Familien auskommen. Für viele Familien selbstverständliche Freizeitangebote – ob es nun ein Kinobesuch oder der Ausflug ist – fehlt ihnen das Geld. In den vergangenen Jahren haben sich verschiedene Organisationen und Vereine mit Projekten beschäftigt, die längerfristig gegen die Kinder- und Jugendarmut wirken sollen. In Zusammenarbeit mit der ARGE des Landkreises Dahme – Spreewald setzte nun auch die Gesellschaft für Arbeits- und Sozialrecht e.V. (GefAS) eine in der Region einmalige Idee um. In Lübben sollte ein Kinderrestaurant entstehen. Durch langjährige Erfahrungen mit dem Sozialen Mittagstisch war ein Fundament gegeben, auf dem sich ein solches Projekt realisieren ließe. „Der Impuls kam von der ARGE. Daraufhin haben wir in Eigenregie mit der Renovierung und Einrichtung unserer Räumlichkeiten in der Wettiner Straße begonnen. Ziel war es, bedürftigen Kindern und Jugendlichen eine regelmäßige warme Mahlzeit zu bieten“, erklärt Martina Schneider, Regionalleiterin der GefAS im LDS. Das in Niewitz frisch zubereitete Essen wird täglich nach Lübben gebracht. Dort wird im Zeitraum von 11 bis 14 Uhr auch in den Ferien für 95 Cent das Essen an die Kinder ausgegeben. Ein gemütlich eingerichtetes Zimmer, welches der Lübbener Geschäftsstelle mit der seit mehreren Jahren bestehenden Möbelkammer angegliedert ist, dient seit dem 29. Mai 2007 nicht nur als Speiseraum, sondern bietet zudem noch allerlei Möglichkeiten für die Freizeitgestaltung. Neben einem Computer laden auch verschiedene Gesellschaftsspiele dazu ein, untereinander neue Kontakte zu knüpfen. Seit mehreren Tagen kommen auch die Geschwister Katja* und Monique* in das Kinderrestaurant. „Das Essen ist wirklich lecker. Fast jede Woche ist etwas dabei, was wir besonders gerne essen“, erzählen die beiden. Über Bekannte haben sie von dem Angebot erfahren.
Das Geschirr klappert, der Geruch von Schweinebraten liegt in der Luft. Doch leider sind noch viele Plätze des kleinen Raumes unbesetzt. „Trotz intensiver Werbung wird das Angebot noch nicht so gut angenommen, wie wir uns das erhofft haben“, stellt Frau Schneider fest. Sie ersehnt, dass sowohl von den Eltern, als auch den Kindern die Hemmschwelle fällt, das Angebot anzunehmen.
* Namen von der Redaktion geändert.
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Tags: Aktion, Appetit, Armut, Essen, Gesellschaft, helfen, Jugend, Kinder, Schüler


Name: Sophia Wilk


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