13.jpg• ALLTAGsein
Heute fiel der erste Schnee. Dicke Flocken einer pappig matschigen Mischung rieselten still vom Himmel herab. Alles wurde mit der leichten Melancholie des Winters überzogen, der unwiderruflich das Ende eines Jahres ankündigt.
Beeindruckt durch die Reinheit des weißen Schnees, zerstört durch die Einflüsse des Menschen. Fußabdrücke und Fahrspuren rühren das winterliche Bild zu einer Suppe grauer Schleier zusammen, die einzig den Zweck haben, an unseren Sohlen zu haften.

Draußen ist es schon wieder grau … Der Gedanke, dass das Grau und das Weiß des Schnees irgendwie nicht zusammenpassen. Als wenn sie sich beißen. Da stimmt etwas nicht. Ich will einen wunderschönen sonnigen Himmel, eine Schneelandschaft und kein Matschwetter. Der Schnee wird vom Grau des Himmels besiegt und sie können nicht friedlich eine Koexistenz eingehen. Traurig. Das unberührte Weiß nach einer verschneiten Nacht. Man freut sich, hüpft aus dem Bett und war als Kind erstaunt von den Eindrücken, welche die kleinen Augen wahrnahmen …

Die kindliche Neugier fing vollkommen unbefangen und abseits jener weltweiten Diskussionen über die globale Erwärmung das Wunder der weißen Winterlandschaft ein. Nostalgie in seinen schönsten Tönen.

Kinder sind unbefangen … Aber es ist sehr, sehr schade, dass ihnen diese Unbefangenheit immer mehr kaputt gemacht wird. Der Trubel der Medien. Sie werden mit Krieg erzogen und bekommen deswegen schon in den jüngsten Tagen mit, was in der Welt vor sich geht …

Die Medien haben eine Macht, die unterschätzt wird. Die vierte Gewalt, wie sie oftmals schon in Deutschland genannt werden. Opfer dieser gibt es viele. Stars und Sternchen, einfache Menschen und Politprominenz. Die Verantwortung muss bewusster werden. Jede Person muss das Recht haben, sein Leben nach seinen Belangen führen zu können. Die Freiheit des einen endet dort, wo die eines anderen beginnt.

Das Leiden der Welt. Aufgekommen im Matsch des Schnees.

Unterstützt durch Christina Kühn



3 Responses to “Die Tragik des Winters”  

  1. 1 Elli

    Hey, die Fußtapsen kenne ich doch irgendwoher ;-)

  2. 2 swobb

    sehr gelungen… ideenreich, aber so kennt man euch zwei schreiberlinge ja.


  1. 1 Schneegestöber « furchtlos

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