„Mach dein Ding und steh dazu“
• MENSCHsein • Die meisten Menschen verhalten sich so, wie es die Masse von einem verlangt. Oft wollen sie damit einen bleibenden positiven Eindruck hinterlassen. Wenn sie nicht den Vorstellungen der Gruppe entsprechen, fühlen sie sich unwohl oder unsicher. Doch was passiert, wenn sich jemand aus den Fesseln der gesellschaftlichen Vorstellungen zwängt und sich gegen deren Ansichten stellt?
Was alle machen kann doch nicht falsch sein! Wer lässt sich auch schon auf die Gefahren des weniger abgelatschten Weges ein? In einer Gruppe erfährt man Zusammenhalt und Freundschaft, kann seine gemeinsamen Interessen ausleben und Ziele können zusammen besser erreicht werden. Aber was geschieht, wenn das WIR – Gefühl zwanghaft wird? Was, wenn sich die individuelle Person immer mehr den Vorstellungen anderer anpasst? Wenn das Verhalten vollkommen fremd gesteuert wird?
Wir fordern in unserer Eigenständigkeit wahrgenommen zu werden und streben dennoch nach der Bestätigung in einer Gruppe. Wir wollen Anerkennung und spüren eine Art von Genugtuung, wenn unsere Leistungen Anklang finden. Nur wenige wagen es, sich durch ihr Verhalten und Aussehen von der gewaltigen Gruppe Gesellschaft abzuheben. Nicht jeder hat das Selbstbewusstsein, öffentlich für eine andere Art zu leben einzutreten.
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Provokation
Caro und Isi gehören zu einer Subkultur, bei der man ihren „Way of Life“ besonders erkennen kann. „Punk sein bedeutet für mich anders sein. Sich ein Stückchen freier fühlen und Spaß dabei haben“, erzählt Isi, die mit ihrer Freundin hinter einer Reihe von Garagen genüsslich an einer Zigarette zieht. Beide stellten sich schon früh gegen den Strom und kämpfen seitdem gegen Klischees, die ihnen gegenüber immer wieder zum Ausdruck gebracht werden. „Viele halten uns einfach nur für Assis, die ihre gesamte Freizeit mit einer Flasche Bier in der Hand verbringen. Natürlich gehört Alkohol, wie in vielen anderen Protestkulturen, dazu.“ Gerade diejenigen, die nach diesen Vorurteile leben, seien dafür verantwortlich, dass Klischees noch aufrecht erhalten werden, so Caro. „Wer wirklich einmal versucht unsere kleine Kultur zu verstehen, wird irgendwann merken, dass man hier keinen über einen Kamm scheren kann. Punk kann man nicht definieren – es definiert jeder für sich selbst. Dennoch haben wir alle eine Grundlage – wir wollen provozieren und uns nicht in eine Form irgendwelcher Vorstellungen zwängen lassen.“
Caro und Isi haben selbst erfahren, wie es ist, wenn man nicht der Gesellschaft entspricht. Beide Gymnasiastinnen wurden in Schubladen gesteckt und nur noch auf Grund von Äußerlichkeiten beurteilt. Sie stehen zu dem was sie machen und fanden gerade durch ihr Auftreten so etwas wie wahre Freundschaft.
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Ein Blick zurück
Der Punk als Jugendkultur hat seine Ursprünge in den frühen 1970er Jahren in England. Besonders durch ihre Haltung gegen die Konsumgesellschaft und das Bürgertum provozierten die Punks auch Konflikte gegen die in den 1960er Jahren aufsteigende Hippie-Bewegung. Sie richteten sich gegen die friedliche Haltung der Hippies und setzen stattdessen auf eine offene Ablehnung der Gesellschaft. Die Punk-Szene blickt auf mittlerweile 30 Jahre Bestehen zurück. Deshalb kann man nicht von einer einheitlichen Bewegung sprechen. Heutzutage findet man ein breites Spektrum an Untergruppierungen und Stilformen, die sich auch vollkommen mit den Ansichten anderer Punk-Vorstellungen überschneiden können. In der Punk-Bewegung finden sich letztlich auch die Wurzeln anderer Jugendszenen, wie der Hardcore- und Gothic-Szene.
„Wenn man einen anderen Punk oder generell Leute, die „anders“ sind, egal wo, auf der Straße trifft, stellt sich gleich so ein Gefühl der Dazugehörigkeit ein. Der Umgang ist einfach offener, gerade auf Konzerten und Festivals merkt man das besonders.“ Schon allein durch das Aussehen sei eine gewisse Verbindung geschaffen, erklärt Caro.
Die Punks bilden eine Gruppe, die sich von den Zwängen der Gesellschaft abhebt. Ihr gewollt hässliches Auftreten drückt ihre ablehnende Haltung aus – und dient zugleich als Erkennung in einer Subkultur, in der jeder Punk sein kann, solange er sich selbst als Punk versteht und für das Lebensgefühl eintritt.
Inwieweit es hier wohl Gruppenzwang gibt?
Filed under: freithema | 2 Comments
Tags: Gruppe, Jugend, Kultur, Provokation, Punk, Zwang


Name: Sophia Wilk


hihihiiiii
das is ja mal n toller artikel
hast du den geschrieben sophie?!
da werd ich dich morgen inner schule gleich ma drauf ansprechen
und im übrigen is das auch n tolles bild von isi und caro =)