Dorfkinds Weltsicht [4]
Johann, der Holländer
Soweit ich mich erinnern kann, war es ein kalter Tag. Die erste frische Brise zottelte an den Kleidern. Ich war gerade auf dem Weg zum Flughafen. Es sollte nach Stuttgart gehen. Die verbleibende Zeit zum Abflug verbrachte ich mit einem schnöden Buch am Alex. Ungewöhnlich wenige Menschen waren an diesem frühen Nachmittag unterwegs. Wenige, doch unter ihnen Johann. Johann, der Holländer.
Gerade, als ein warmer Kaffee immer verlockender wurde und ich schon im Aufstehen war, kam er. Mit seinem riesigen zerlumptem Gepäck setzte er sich auf das kleine Stück der Bank, das neben mir noch frei war. Er roch. Nach Alkohol, stockiger Wäsche und lasch nach Urin. Nichts, was besonders wäre am Alex.
Er begann zu erzählen. Er merkte gar nicht, dass ich nicht zu hörte. Bis er anfing, in seiner Tasche zu kramen. Alles mögliche kam zum Vorschein. Geld, sein Ausweis und Kleinkram, das er mir unter die Nase hielt. Sein gebrochenes Deutsch war nur schwer zu verstehen, doch irgendwie bekam ich mit, dass er mir vom Krieg erzählte. Irak meinte er. Da war er stationiert. Ob ich das verstände? Ich nickte. Er tat mir Leid, wie er da saß, mit seiner Pulle Korn in der Hand, dem aufgeknöpften Hemd unter dem sich ein kleiner Kugelbauch hervor schob und der Leere in den Augen.
Dann fing er an seine Hose hochzukrempeln. Da verstand ich endlich, was er mir schon die ganze Zeit erzählen wollte. Warum es der Krieg war, der das Gespräch beherrschte.Zu sehen bekam ich mehr ein Stöckchen, als dass es noch ein Bein sein konnte, überseht mit großen Narben. Das, so sagte er mir, war der Irak. Durchlöchert haben ihn die Kugeln. Als sichtbares Zeichen dessen blieben die nun der Kälte wegen bläulich verfärbten Gewebewucherungen am Schenkel. Sichtbar, doch im Gegensatz zur Seele abgeheilt.
Später musste ich gehen. Er blieb sitzen und starrte in die kleine Menschenmenge.
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Die Freiheit Ich zu sein
• MENSCHsein •
An einem Montag um 15.15 Uhr geht er mir entgegen, direkt zum Rauchervorplatz des Gymnasiums. Tobias Hempler kommt gerade aus der Anwaltskanzlei seines Chefs: Er gibt seiner Tochter Nachhilfe in Mathe. Jede Woche, jeweils zwei Stunden. Die dicke Wolkendecke gibt auch am späten Nachmittag noch keinen Fetzten Himmel frei. Stattdessen fallen die nächsten dicken Tropfen. Der Herbst kündigt sich merklich an. Dem Wetter entfliehend gehen wir auf einen Kaffee zum Bäcker um die Ecke. Zwei Caramelmachiato versüßen die kalten Temperaturen. Tobi lehnt sich zurück und genießt die freie Minute. Die Woche beginnt stressig.
„Meine Mutter würde mich am liebsten umbringen, wenn ich ihr von meinen Plänen erzähle“, beginnt er trocken.
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DIE FLIRTERTIN
• BELESENsein •
„Sie sind die Eisprinzessin und ihr Flirtopfer der Eisbrecher.“ Ja, es gibt sie, die hohe Kunst der Verführung: In Buchformat als „Die Flirterin“. Im Crashkurs-Format will Philip von Senftleben aus dem Mauerblümchen einen männervernaschenden Vamp machen und zieht dabei als Vollprofi im Fach alle Register der Verlockung. Wie er das tut? Kurzerhand und eloquent manövriert er Frau durch die trübe See der Flirtstrategien und Smalltalkthemen. Ob nun als freche Jägerin oder entzückende Sammlerin – Frau lernt hier, wie Mann bezirzt werden kann und fragt sich nebenbei, warum X-Beine bei ihr ziemlich sexy wirken sollen. Letztlich sollten alle Tipps den männlichen Spieltrieb wecken und für interessante Stunden in Bar, S-Bahn oder Wartezimmer sorgen. Das Spiel mit den Reizen ist eröffnet, sodass bald: „Irritieren Sie das Objekt Ihrer Begierde durch eine charmante Unverschämtheit!“ in die Tat umgesetzt werden kann.
Die Flirterin
Philipp Senftleben
rororo Taschenbücher
Taschenbuch
122 Seiten
€ 5,00
ISBN 3499625199
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Das schönste Bundesland
• GASTsein •
Hast du dich schon einmal gefragt, welches das tollste Bundesland Deutschlands ist? Mit Sicherheit hast du auch eine Antwort darauf: Deins! Doch sieht das der Rest der Deutschen genauso? Um das herauszufinden, brauchen wir deine Hilfe. Der Aufruf ist an alle gerichtet, ob Bayer, Hamburger, Rheinländer, Sachse usw. Hast du nicht Lust, das ewige Gerangel mit deinem Nachbarland zu beenden und zu klären, wer das bessere Bier braut, die besseren Würstchen macht oder ob Brötchen nun Schrippen oder Semmeln heißen? Der Online Reiseführer http://www.dodo.com bietet nach dem kürzlich abgeschlossenen Relaunch nun umfassende Informationen zu sämtlichen Reisezielen weltweit. Dieser zeichnet sich durch zwei Besonderheiten aus. Einerseits können die User aktiv an der Gestaltung des Inhaltes mitwirken. Andererseits kann man sich seinen eigenen Reiseführer individuell zusammenstellen. Die Teilnahme am
Bundesland-Wettbewerb ist ganz einfach: Setze einen Link und teile es uns mit. Es gewinnt das Bundesland, das die meisten Links von euch bekommt. Als kleines Dankeschön für die Unterstützung sollst du auch das passende Geschenk bekommen: Eine Flagge deines Heimat- oder Lieblings-Bundeslandes (150 x 90 cm)!
Natürlich bist du außerdem herzlich eingeladen, die Seite mit weiteren Infos zu füllen. Sicherlich weißt du noch Wichtiges, Lustiges, Interessantes über dein Bundesland zu berichten.
Alle wichtigen Informationen zum Wettbewerb, den Teinahmebedingungen und dem aktuellen Stand des Wettbewerbs findest du auf der Seite www.bundesland-wettbewerb.de Also schnell ran an den PC, Stimme abgeben und Email schreiben an bundesland@dodo-team.com
Wir freuen uns auf deine Email! das dodo.com Tea
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Mission Außenrunde
• WIRsein •
Montag früh um acht. Die Sonne scheint. Jede im Kurs weiß, was das bedeutet: Außenrunde. Der schweißtreibende Horror nach einem durchzechten Wochenende. Doch keinesfalls Anlass zur miesen Stimmung im Kurs, denn wir haben eine Mission zu erfüllen und würden damit in die Ahnenreihe unzähliger Schüler eingehen, die durch Trug und Schummelei die gehassten Strapazen des Ausdauerlaufes umgangen sind. Unser Ziel ist ein kleiner Fluss, modrig und miefend, aber den Zwecken genügend. Leider auch das Verhängnis unseres gut geplanten Betrugversuches. Nur unweit den Adleraugen des Sportlehrers entfernt führt ein kleiner Pfad direkt in die Gartenanlage zum Tümpel. Ein gekonnter Hüpfer sollte genügen um den größten Teil der Strecke abzukürzen. Erst drei, dann vier überqueren den Fluss, bis – ein lautes Platschen, dann Fluchen. Besudelt mit Schlamm steigt die Schülerin aus dem Wasser. Mission fehlgeschlagen, null Punkte krönen die Aktion. Dennoch kein Grund es beim nächsten Mal nicht erneut zu versuchen. Der Fluss wird umgangen, indem der Opi vom Hof um die Ecke mit einem Obstkorb bestochen wird. Lohn ist das breitwillig geöffnete Gartentürchen, durch das wir geradewegs zur persönlichen Bestleistung im Ausdauerlauf spazieren können. Einzig der Schwarm Wespen, der uns beim durchqueren der Gartenanlage verfolgt, sorgte für roten Wangen und Schweiß auf der Stirn. Leider versiegte auch diese Quelle guter Zensuren. Die Lehrerschaft wurde Aufmerksam und rennt seitdem die Runde mit. Montag früh um acht. Fortan Alptraum des Mädchensportkurses.
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Tags: Ausdauer, Ausdauerlauf, Betrug, draußen, Erlebnis, Fluss, Garten, Kurs, laufen, Montag, rennen, Schüler, Schule, Sport, Unterricht, Zensuren
• WIRsein •
Schon seit über hundert Jahren begleiten Internationale Bauausstellungen (IBA) Entwicklungsprozesse in ganz Deutschland. Erstmals widmete sich die IBA Emscher Park der Umstrukturierung einer ganzen Region.
Dieses Konzept wurde in der IBA Fürst-Pückler-Land im Süden des Landes Brandenburg aufgegriffen und unter das Thema „Landschaft“ gestellt.
Durch die Braunkohleförderung in der Lausitz wurde eine neue, künstliche Umgebung geschaffen.
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Tags: Brandenburg, die Hand, IBA, Kultur, Kunst, Spreewald, Tagebau, Tourismus


Name: Sophia Wilk

